Business Storytelling
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Business Storytelling

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Business Storytelling

Vor ein paar Wochen war ich auf einem Workshop zum Thema „Business Storytelling“ in Bremen.

War ne abgefahrene Truppe mit einzigartigen Geschichten. So hatten wir z.B. eine Japanerin dabei die deutsches Brot backt, einen Bremer der alles rund um den Jakobsweg anbietet: Reisen, Zubehör, Accessoires, Andenken und Weine.

Solche Stories bleiben definitiv im Kopf.

Unser Workshop-Leiter war Raymond den Boestert von der Vertelacademie (Erzählakademie) in den Niederlanden, dem größten Unternehmen auf dem Gebiet des Storytellings.

Ja – man glaubt es kaum: es gibt eine ganze Akademie, die sich ausschließlich mit dem Erzählen von Geschichten befasst.

Business Storytelling ist die Kunst, die Geschichte des eigenen Unternehmens spannend und authentisch zu erzählen damit sie dem Zuhörer im Kopf und Herzen bleibt.

 

Mit deiner Geschichte peppst du dein Marketing auf. Sie bestimmt dein Branding, erschafft deine Marke. Mit ihr wirst du klar in deiner Kommunikation. Du kannst besser texten, bessere Werbung erstellen. Denn in allem was du sagst und tust ist deine Story im Hintergrund wirksam.

Du kannst sie sehr gut für deine „Über-Mich-Seite“ nutzen.

Sie ist ein Werkzeug mit ungeheurer Macht und Kraft.

Deine Story will eine bestimmte Botschaft vermitteln. Sie transportiert deine Werte in die Welt. („Die Moral von deiner Geschicht´…).
Je nachdem WEM du sie erzählst ist sie anders. Heißt du brauchst i.d.R. mehrere Geschichten. Eine erzählst du deinen Kunden, eine andere Business-Partnern, noch eine andere der Bank. Außerdem können deine Geschichten unterschiedliche Startpunkte haben. Mal ist es die Gründung, mal ein entscheidender Umschwung.

Eine gute Geschichte inspiriert. Sie weckt Emotionen, malt Bilder. Damit ist sie ist ein unverzichtbares Mittel für dein Marketing.

Mit Busines Storytelling hebst du dich ganz klar von Mitbewerbern ab (denn nicht jeder weiß um die Macht und Kraft des Storytellings!).

 

Wir alle hören gern Geschichten. Gut erzählte Geschichten. UND: wir erinnern uns an gute Geschichten viel besser als an kalte Zahlen und Fakten.

Geschichten wecken Emotionen, sie lassen Bilder im Kopf entstehen. Im besten Fall berühren sie uns.

Wird eine gute Business Story gut erzählt erinnert sich das Publikum lange an die Kernaussage.

Sie bleibt (zumindest grob) im Kopf.

Nach dem Workshop habe ich mich dabei beobachtet wie ich mir meine eigenen Kurzgeschichten zu den anderen Teilnehmern zurechtgeschrumpft habe. Ein paar Fakten hatte ich mir eingeprägt, bestimmte Bilder hatte ich im Kopf gespeichert. Ich erinner mich an die Stimmung, an besondere Wendepunkte. Ich erinner mich wenn ich etwas kenne, es mir vertraut ist. Wenn ich mich wieder finde in dem Setting, in der Moral, in der Vision.

Überleg dir also auch was von deiner Geschichte übrigbleibt wenn andere sie weiter erzählen. Wie würden er/sie erzählen? Das sind oft nur wenige Sätze. Die müssen sitzen.

 

Im aktuellen Marketing wird Storytelling immer wichtiger. Weil es „connected“, dich mit den Menschen verbindet, Emotionen weckt, Bilder malt, erinnert wird.

Damit auch du deine Business Story gut und einprägsam erzählen kannst habe ich hier ein paar Beispiele und Übungen für dich:

 

Das Allerwichtigste für gutes Business Storytelling

 

1. Der Start: Wo und wann soll meine Story beginnen?

Startest du am Gründungstag? Am Tag als dir zum ersten Mal die neue Geschäfts-Idee kam? Beginnst du am Wendepunkt, einem einschneidenden Erlebnis?

Anstatt uns den Kopf zu zerbrechen wo wir starten und was wir erzählen sollen, sollten wir uns als Erstes fragen für wen die Story ist!

Die 3 wichtigsten Punkte im Business Storytelling: WEN, WAS und WARUM.

 

1. WEM werde ich sie erzählen (Kunden? Potentiellen Geschäftspartnern? Neuen Freunden? Der Tageszeitung?)? Für WEN ist sie? Wer hört ihr zu?

Dann sollten wir uns fragen 2. WARUM diese Geschichte mit diesen speziellen Zuhörern resonieren würde. Warum erzählst du sie ausgerechnet ihnen?

Was ist daran für sie besonders interessant und wird ihnen gefallen?

3. WAS ist die Botschaft? Die Kernaussage?

Je nachdem WEM du sie erzählst und WAS die Message sein soll und WARUM erzählst du sie- danach suchst du sie aus.
Die Botschaft muss klar sein UND für WEN ist sie UND WARUM wird sie erzählt?

 

Wenn du das geklärt hast dann fang einfach an!

Schreib EINE Geschichte auf! Erzähl sie!

Wenn du nicht weißt wo deine Geschichte starten soll dann starte für´s Erste irgendwo. Fang einfach an! Später kannst du immer noch verfeinern und rausstreichen.

Hast du eine Geschichte „fertig“ starte mit der nächsten! Gib ihr eine andere Ausrichtung. Setz den Fokus und die Botschaft neu!

Spiel damit herum!

Schreib mehrere Geschichten auf!

 

Bist du unsicher welche deiner Geschichten du erzählen sollst?

Kein Problem: Meist hat man ein paar Stories die man je nach Zuhörer erzählt.

Je nachdem was die Botschaft ist bekommen deine Kunden eine andere Story zu hören als deine Bank.

 

Diese 5 einfachen Schritte führen dich durch den Business Storytelling Prozess:

 

1. WER —> 2. WARUM —> 3. WAS —> 4. WIE —> 5. WO

Das Wichtigste ist zu verstehen FÜR WEN ist die Geschichte und WARUM erzähle ich sie denen. Dann weißt du auch das WIE.

  1. Für wen ist diese Geschichte?
  2. Warum erzähle ich sie?
  3. Was ist die Message? Die Kernbotschaft? Welche meiner Werte fließen mit ein?
  4. Wie sollte ich sie erzählen?
  5. Wo werde ich sie teilen?

 

Ist das einmal klar kannst du mit dem Aufbau deiner Geschichte beginnen.

 

Im Workshop haben wir die kommende Abfolge (nach Aristoteles) für eine gute Story bekommen. Ich finde sie für den Anfang sehr umfangreich.

Als Erstes sollten wir unsere Geschichte frei raus erzählen. Einfach aus dem Bauch raus. Später kann man präziser dran rumfeilen.

Falls du dennoch gern eine Anleitung für den Aufbau einer guten Geschichte haben möchtest – hier kommt sie:


1. Exposé (Wer, Was, Wie, Wo, Warum).

Erzähle wer in dieser Geschichte mitspielt. Wer ist die Hauptperson? Wo spielt die Geschichte? In welchem Jahr, vor wie langer Zeit?

Wie ist die Stimmung?


2. Motorische Moment

„Eines Tages…“/ „Plötzlich…“ / „Auf einmal…“

= hier geht´s los, es passiert etwas!

Was war los? (Gab es einen besonderen Moment, ein einschneidendes Erlebnis das die Hauptperson in Gang gebracht hat?)

Beispiel einer Geschichte: Jemand findet eine Flaschenpost am Strand mit einer Schatzkarte.


3. Höhepunkt!

Ein Wechsel, eine Veränderung, die Lösung! Das Problem/die Aufgabe wird gelöst.

Beispielgeschichte: Er findet den Schatz.


4. Ausgang:

was macht er nun damit?


5. Endbild.

Die letzten 1-2 Sätze, eine Sache die am Ende noch unbedingt erwähnt werden will. Die Moral von der Geschicht´? Was ist der Clou?

 

Nun kannst du dir noch überlegen: wo liegen die wichtigsten Momente in der Geschichte? Was sind die Highlights?
– Motorischer Moment?
– Höhepunkt?
– Ablauf?
– Endbild?

 

Verfeinern: Gekonntes Business Storytelling lässt Bilder entstehen und weckt Emotionen

 

Um der Geschichte die nötige Würze zu geben, achte auf: Atmosphäre, Bilder, Personen und Emotionen.

1. Welche Farben siehst du in der Geschichte? Welche ist/sind die wichtigste(n) Farbe(n)? Nenne einen Begriff, mit dem du diese Farbe(n) assoziierst. (Schaffe Symbole!)
2. Welche Geräusche hörst du in der Geschichte bzw. an welche Geräusche wirst du erinnert? Welches Geräusch prägt sich am stärksten ein?
3. Welche Düfte enthält die Geschichte und welche Düfte werden bei dir geweckt?

4. Welche Menschen kommen in der Geschichte vor? Wie sehen sie aus (allgemeiner Eindruck)?
5. Welche Emotionen werden in dieser Geschichte erlebt und vom wem?

6. Welche Gesten und welche Handlungen gehören zu dieser Geschichte? Zum Beispiel eine geballte Faust, ein krummer Rücken oder Achselzucken.
7. Welches Wetter ist in der Geschichte? Wie erleben die Personen in der Geschichte das Wetter?
8. Welche auffälligen Gegenstände kommen in der Geschichte vor? Wie sehen sie aus? Welche Bedeutung haben sie?
9. Welche Bilder aus der Geschichte haben dich am meisten angesprochen?

 

Symbole können hilfreich sein für´s Business Storytelling:

 

Finde Symbole für den: motorischen Moment, den Höhepunkt und den Ausgang.

Dies können Zeichnungen sein oder reale Gegenstände. Diese Symbole behalten wir beim Erzählen im Kopf und hangeln uns an ihnen entlang.

 

Um die Geschichte interessant zu halten überlege dir: Der Weg des Hauptakteurs zum Höhepunkt ist nicht unbedingt auf Rosen gebettet. Immer wieder treten Hindernisse auf.

Denke dir drei Ereignisse aus, die auf dem Weg zum Höhepunkt stattfinden können.
1. Plötzlich…
2. Als er/sie…

 

Denk dran: Mit einer guten Geschichte können sich andere identifizieren. Sie ist nicht öde und langweilig. Sie hat einen klaren Strang und ist in sich schlüssig.

 

Wie ist es bei dir?

Hast du schon einige tolle Business Stories erzählt?

Oder feilst du noch dran?

 

Ich freu mich über deine Meinung hier in den Kommentaren.

Herzlichen Dank,

Ines

 

Autor: Ines
inescordes@web.de

Kreatives Multitalent mit viel Wissen und Erfahrung aus über 20 Jahren Selbstständigkeit. Ich zeige dir wie du dein geliebtes Business nach vorne bringst & dabei glücklich bist. LET´S DO IT! Mehr über mich!

2 Comments
  • Susan Graul
    Posted at 18:01h, 25 November Antworten

    Schöner Artikel, man spürt, dass Du gerade voll im Business Storytelling Fieber bist – YAY! :-)

    Die Gründe und Argumente dafür – BINGO, absolut Daumen hoch!
    Der wichtigsten Überlegungen fürs Anfangen und Anwenden sind aus meiner Sicht – genau wie Du schreibst!
    – Wem erzähle ich sie? (Mit wem bin ich gerade im Gespräch, wer ist der Empfänger der Botschaft?)
    – Warum erzähle ich sie? (Was ist meine Botschaft? Welchen Effekt will ich erzielen?)

    Soweit meine Zusammenfassung zu Deiner Zusammenfassung :-))))) Danke Dir und liebe Grüße, Susan

    • Ines
      Posted at 04:45h, 26 November Antworten

      Danke Susan!
      Stimmt, ist grad eins meiner Top-Themen. Deine tolle Facebook-Gruppe trägt viel dazu bei!
      Macht auch viel Sinn: Eine gute Story hilft einen in vielen Belangen: Branding, Marketing, Website and so on.
      Liebe Grüße, Ines

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